WIBank-Wirtschaftsförderung: Frankfurter FinTech Fintiba unterstützt internationale Studierende auf ihrem Weg nach Deutschland

WIBank-Wirtschaftsförderung: Frankfurter FinTech Fintiba unterstützt internationale Studierende auf ihrem Weg nach Deutschland

Mitte 2017 sind an deutschen Hochschulen zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben gewesen. Damit wurde die von den Hochschulen und der Politik für 2020 gesteckte Zielmarke von 350.000 schon weitaus früher erreicht. In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland um 37 Prozent. Das ist eine erfreuliche Zahl mit Blick auf den hohen Wettbewerb um kluge und qualifizierte Fachkräfte. Dabei müssen internationale Studierende auf ihrem Weg nach Deutschland oft große Hürden nehmen. Der Umfang der Bürokratie gibt nicht selten den Ausschlag für oder gegen ein bestimmtes Land. Dazu kommen dann oft noch Sprachbarrieren auf dem überwiegend für deutsche Konsumenten ausgerichteten Dienstleistungsmarkt, wenn es z.B. um den Abschluss von Versicherungs-, Bank- oder Mietverträgen geht.

Die Fintiba GmbH, die zum Verbund des Frankfurter TechQuartiers gehört, hat dieses Problem erkannt und eine Website sowie eine App entwickelt, über die sie Dienstleistungen für ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern rund um ihren Aufenthalt in Deutschland anbietet. Studierende profitieren dabei von online gestützten Informations-, Service- und Beratungsdienstleistungen und bekommen gleichzeitig die jeweils benötigten Finanz-, Versicherungs-, Telekommunikations- und Reiseprodukte angeboten. Auf diesem Wege können die für den Visumsprozess benötigten Voraussetzungen, wie der Finanzmittelnachweis und ausreichender Versicherungsschutz, deutlich einfacher und schneller nachgewiesen werden. Das Auswärtige Amt und alle deutschen Botschaften weltweit sowie die lokalen Ausländerbehörden erkennen den Prozess und die Unterlagen offiziell an. Über einen Zugriff auf das Fintiba-System können Behörden online die Echtheit der Dokumente überprüfen.

Für immaterielle Investitionen in die innovative Weiterentwicklung der Plattform haben die Geschäftsführer Bastian Krieghoff und Jonas Marggraf über ihre Hausbank den Innovationskredit Hessen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) beantragt. Den Innovationskredit vergibt die WIBank im Auftrag des Landes Hessen. Mit dem zugesagten sechsstelligen Kredit soll das bestehende Onlineangebot erweitert und die Nutzung für Studierende weiter verbessert werden. Dazu arbeitet Fintiba eng mit Produktpartnern, wie z.B. mit der Sutor Bank für Sperrkonten oder der DAK und Mawista in Versicherungsangelegenheiten zusammen. Darüber hinaus steht das FinTech-Unternehmen Studierenden in diversen anderen Fragen des täglichen Lebens zur Seite, etwa beim Thema GEZ, Stromanbieter, Beantragung eines Visums, Wohnungssuche, Telefon und Internet.

„Wir sind sehr stolz darauf, nach nur eineinhalb Jahren am Markt schon mehrere zehntausend Kunden zählen zu können – und wöchentlich kommen mehrere Hundert dazu. Mit unserem Angebot haben wir es geschafft, bisher aufwändige manuelle Prozesse zu digitalisieren. In Zukunft wollen wir unser Angebot noch weiter ausbauen und internationalen Studenten alle Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten“, sagt Bastian Krieghoff von Fintiba. Seine Mitarbeiterzahl hat das Unternehmen seit Gründung auf aktuell 23 gesteigert – mit mehr als zehn Nationalitäten lebt Fintiba die Internationalität auch im eigenen Team.

„Mit seinem Produktangebot stärkt Fintiba den Bildungsstandort Deutschland, hilft indirekt bei der Bewältigung des Fachkräftemangels und schafft qualifizierte Arbeitsplätze in Hessen. Derart innovative Geschäftsideen finanzieren wir gern“, sagt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank. „Ebenso wichtig ist uns der enge Austausch mit hessischen Gründern. Im Frankfurter TechQuartier, dessen Gründungsmitglied die WIBank ist, leben wir diesen Austausch und beteiligen uns am Aufbau eines dynamischen Gründerökosystems in der Region. Davon kann die gesamte hessische Unternehmenslandschaft profitieren.“

Die Bereitstellung alternativer Finanzierungslösungen ist enorm wichtig, denn für innovative, junge Unternehmen ist die Darlehensaufnahme über Geschäftsbanken häufig schwer. Hintergrund ist, dass für ihre Produkte oft keine Erfahrungswerte vorliegen und somit die Geschäftsrisiken schwer einschätzbar sind. Genau hier setzt der Innovationskredit an, indem er die Hausbanken zu 70 Prozent vom Kreditrisiko freistellt. Gleichzeitig profitieren innovative Unternehmen von günstigen Kreditkonditionen.

Der Innovationskredit Hessen kann von Freiberuflern, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und mittelständischen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern (Small MidCaps) in Anspruch genommen werden. Um in den Genuss von solchen Unterstützungsmöglichkeiten zu kommen, muss das antragstellende Unternehmen eines von zwölf Innovationskriterien erfüllen. Diese liegen beispielsweise vor, wenn der Antragsteller in den letzten drei Jahren eine Innovationsförderung oder in den vergangenen zwei Jahren einen Innovationspreis der EU erhalten hat, bzw. ein Patent angemeldet oder erteilt wurde.

Seit dem 1. Februar 2018 besteht außerdem die Möglichkeit, die Förderprogramme Innovationskredit Hessen und PIUS-Invest miteinander zu kombinieren und dabei von der Anwendung des öffentlichen Vergaberechts befreit zu bleiben. In Zukunft können so Investitionsvorhaben zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in gewerblichen Unternehmen im Rahmen von Prozess- und/ oder Organisationsinnovationen mit einem öffentlichen Zuschuss von bis zu 30 Prozent, maximal jedoch mit 500.000 Euro, anteilig gefördert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit dem Innovationskredit Hessen die verbleibenden förderfähigen Ausgaben bis zu 100 Prozent zu finanzieren.

Hinweis: Das Programm wird von der InnovFin KMUKreditGarantiefazilität des Horizon 2020 Programmes der Europäischen Union (Rahmenprogramm für Forschung und Innovation) und dem unter der Investitionsoffensive für Europa errichteten Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ermöglicht. Zweck des EFSI ist es, die Finanzierung und Durchführung produktiver Investitionen in der Europäischen Union zu fördern sowie den verbesserten Zugang zu Finanzierungen sicherzustellen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der WIBank, für die unter anderem zinsgünstige Refinanzierungsmittel der Europäischen Investitionsbank (EIB) eingesetzt werden.

Der Pressetext ist im Original zu finden unter: www.wibank.de/wibank/diewibank/presse

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